Die Vertrauensreise – Ein anspruchsvolles Spiel mit Gruppendynamik

Die Vertrauensreise ist ein anspruchsvolles Gesellschaftsspiel, dass aus der amerikanischen Encounterszene der 60er Jahre heraus entspringt. Im Kern geht es dabei darum, dass sich eine Gruppe von Menschen zusammen findet, um miteinander ins Vertrauen zu gehen. Das ist ein großes Abenteuer und gestaltet sich hauptsächlich über das teilen von persönlichen, emotionalen Geschichten.

Spielregeln von Encountergruppen

Encountergruppen geben sich Spielregeln um ihre Gruppendynamik zu stabilisieren. Das erhöht die Lebensdauer von der Gruppe und Vertrauen kann sich ungestörter aufbauen.

Um eine Encountergruppe stabil zu halten reicht es für gewöhnlich zwei Dinge im Blick zu behalten – (1) die Zuverlässigkeit der Teilnehmer und (2) eine angemessene Gruppengröße.

(1) Die Teilnehmer der Gruppe sollten gemeinsam die Zuverlässigkeit der TN transparent machen,

  • TN (Teilnehmer) sollten nicht zu oft fehlen (ein drittel Anwesenheit Minimum)
  • TN sollten früh genug absagen (24h vor der Session)

(2) Die Teilnehmer der Gruppe sollten gemeinsam die Gruppengröße balancieren.

  • neue TN einladen wenn die Gruppe zu klein ist
  • keine neuen TN mehr einladen, wenn die Gruppe groß genug ist

Gruppengrößen

Es macht Sinn, was die Gruppengröße angeht, zwischen drei Größen zu unterscheiden:

  • die Anzahl anwesender TN einer Session
  • die durchschnittliche Anzahl anwesender Teilnehmer von 3 Sessions
  • Gesamtgruppengröße
  • Ideal ist 7 anwesende TN von 14 TN im Mittel (der letzten 3 Sessions – stabile Gruppe)
  • zu klein: im Mittel 5 TN oder weniger → Einladegebot
  • zu groß: im Mittel 9 von bis zu 14 TN oder mehr → Einladestopp

Encountergruppen ohne Spielregeln sind vor allem aus zwei Gründen instabil:

  • Der Hauptgrund: Gruppen werden zu klein, wenn einzelne TN “ihren” wertvollen sozialen Raum dadurch schützen, dass sie verhindern, dass neue TN in die Gruppe aufgenommen werden, oder als Gast erscheinen dürfen. Dadurch fallen irgendwann Sessions wegen zu wenigen TN aus, was zu Frustration derer führt, die sich den Abend freigehalten und sich auf die Session gefreut haben. Diese Frustration wirkt sich dämpfend auf die Gruppendynamik aus, weitere Sessions fallen aus und das Gruppenerlebnis wird unzuverlässig. Das kann soweit rückkoppeln, bis die Gruppendynamik erlischt. Das Schutzbedürfnis eines einzigen Teilnehmers, kann so die gesamte Gruppendynamik kollabieren lassen. Das Regelset soll vor allem an dieser Stelle eine gesunde Balance aus Teilnehmer- und Gruppeninteressen sicherstellen. Encountergruppen haben komplexe gruppendynamische Eigenschaften und benötigen für eine lange Lebensdauer eine art Sozialvertrag, der die Gruppendynamik vor den Bedürfnisimpulsen einzelner Teilnehmer schützt – das Regelset. Gleichzeitig stellt sich dieses Regelset vollständig in den Dienst der Bedürfnisse seiner Teilnehmer und kann von den TN frei gestaltet werden.
  • Die zweite Quelle von Instabilität ist das späte Absagen oder zu seltene Erscheinen von TN.

Die größte Herausforderung von Encountergruppen…

ist die Gestaltung der Gruppenzusammensetzung (soziale Passung für die Vertrauensreise) bei der balancierung der Gruppengröße. Jeder TN sollte mit jedem TN auf eine Vertrauensreise gehen können. Ist die Gruppe zu klein sind alle TN angehalten Gäste mitzubringen, die zu festen Teilnehmern werden können. Es ist jedoch von zentraler Bedeutung für den vertrauensbildenden Prozess, dass alle bestehenden TN der Gruppe mit neuen TN gut klar kommen und sich in der Lage fühlen auf Dauer Vertrauen zu fassen. Deshalb gibt es das Vetorecht, dass dem einzelnen TN ermöglicht, auch gegen den Konsens der restlichen Gruppe einen potentiellen neuen TN abzulehnen. Jeder TN hat jedoch nur ein Veto pro Jahr. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Gruppengrößenaufbau bis zu Stabilität nicht zu leicht zu bremsen ist. Im Extremfall bleibt einem TN immer die Möglichkeit aus der bestehenden Gruppe eine zweite, neue zu gründen, ohne den ungeliebten neuen TN.

Demokratische Encountergruppen

Encountergruppen können ihre Regeln nach demokratischen Prinzipien verändern und damit frei gestalten. Wenn zwei Drittel eine Neuwahl zwischen zwei konkreten Regelsets wünschen, kann das bestehende Regelset durch ein neues ersetzt werden. Dazu muss vorher ein TN eine Regelset-Variation erstellt haben, über die die Gruppe abstimmen kann. Doodle ist dazu ein mögliches Abstimmungswerkzeug.

ENCOUNTERGRUPPE GRÜNDEN

Im Prinzip kann jeder seine eigene Encountergruppe Gründen

Die Vertrauensreise ist ein anspruchsvolles Gesellschaftsspiel, dass aus der amerikanischen Encounterszene der 60er Jahre heraus entspringt. Im Kern geht es dabei darum, dass sich eine Gruppe von Menschen zusammen findet, um miteinander ins Vertrauen zu gehen. Das ist ein großes Abenteuer und gestaltet sich hauptsächlich über das teilen von persönlichen, emotionalen Geschichten.

Spielregeln von Encountergruppen

Encountergruppen geben sich Spielregeln um ihre Gruppendynamik zu stabilisieren. Das erhöht die Lebensdauer von der Gruppe und Vertrauen kann sich ungestörter aufbauen.

Um eine Encountergruppe stabil zu halten reicht es für gewöhnlich zwei Dinge im Blick zu behalten – (1) die Zuverlässigkeit der Teilnehmer und (2) eine angemessene Gruppengröße.

(1) Die Teilnehmer der Gruppe sollten gemeinsam die Zuverlässigkeit der TN transparent machen,

  • TN (Teilnehmer) sollten nicht zu oft fehlen (ein drittel Anwesenheit Minimum)
  • TN sollten früh genug absagen (24h vor der Session)

(2) Die Teilnehmer der Gruppe sollten gemeinsam die Gruppengröße balancieren.

  • neue TN einladen wenn die Gruppe zu klein ist
  • keine neuen TN mehr einladen, wenn die Gruppe groß genug ist

Gruppengrößen

Es macht Sinn, was die Gruppengröße angeht, zwischen drei Größen zu unterscheiden:

  • die Anzahl anwesender TN einer Session
  • die durchschnittliche Anzahl anwesender Teilnehmer von 3 Sessions
  • Gesamtgruppengröße
  • Ideal ist 7 anwesende TN von 14 TN im Mittel (der letzten 3 Sessions – stabile Gruppe)
  • zu klein: im Mittel 5 TN oder weniger → Einladegebot
  • zu groß: im Mittel 9 von bis zu 14 TN oder mehr → Einladestopp

Encountergruppen ohne Spielregeln sind vor allem aus zwei Gründen instabil:

  • Der Hauptgrund: Gruppen werden zu klein, wenn einzelne TN “ihren” wertvollen sozialen Raum dadurch schützen, dass sie verhindern, dass neue TN in die Gruppe aufgenommen werden, oder als Gast erscheinen dürfen. Dadurch fallen irgendwann Sessions wegen zu wenigen TN aus, was zu Frustration derer führt, die sich den Abend freigehalten und sich auf die Session gefreut haben. Diese Frustration wirkt sich dämpfend auf die Gruppendynamik aus, weitere Sessions fallen aus und das Gruppenerlebnis wird unzuverlässig. Das kann soweit rückkoppeln, bis die Gruppendynamik erlischt. Das Schutzbedürfnis eines einzigen Teilnehmers, kann so die gesamte Gruppendynamik kollabieren lassen. Das Regelset soll vor allem an dieser Stelle eine gesunde Balance aus Teilnehmer- und Gruppeninteressen sicherstellen. Encountergruppen haben komplexe gruppendynamische Eigenschaften und benötigen für eine lange Lebensdauer eine art Sozialvertrag, der die Gruppendynamik vor den Bedürfnisimpulsen einzelner Teilnehmer schützt – das Regelset. Gleichzeitig stellt sich dieses Regelset vollständig in den Dienst der Bedürfnisse seiner Teilnehmer und kann von den TN frei gestaltet werden.
  • Die zweite Quelle von Instabilität ist das späte Absagen oder zu seltene Erscheinen von TN.

Die größte Herausforderung von Encountergruppen…

ist die Gestaltung der Gruppenzusammensetzung (soziale Passung für die Vertrauensreise) bei der balancierung der Gruppengröße. Jeder TN sollte mit jedem TN auf eine Vertrauensreise gehen können. Ist die Gruppe zu klein sind alle TN angehalten Gäste mitzubringen, die zu festen Teilnehmern werden können. Es ist jedoch von zentraler Bedeutung für den vertrauensbildenden Prozess, dass alle bestehenden TN der Gruppe mit neuen TN gut klar kommen und sich in der Lage fühlen auf Dauer Vertrauen zu fassen. Deshalb gibt es das Vetorecht, dass dem einzelnen TN ermöglicht, auch gegen den Konsens der restlichen Gruppe einen potentiellen neuen TN abzulehnen. Jeder TN hat jedoch nur ein Veto pro Jahr. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Gruppengrößenaufbau bis zu Stabilität nicht zu leicht zu bremsen ist. Im Extremfall bleibt einem TN immer die Möglichkeit aus der bestehenden Gruppe eine zweite, neue zu gründen, ohne den ungeliebten neuen TN.

Demokratische Encountergruppen

Encountergruppen können ihre Regeln nach demokratischen Prinzipien verändern und damit frei gestalten. Wenn zwei Drittel eine Neuwahl zwischen zwei konkreten Regelsets wünschen, kann das bestehende Regelset durch ein neues ersetzt werden. Dazu muss vorher ein TN eine Regelset-Variation erstellt haben, über die die Gruppe abstimmen kann. Doodle ist dazu ein mögliches Abstimmungswerkzeug.